Ein wesentlicher Faktor bei der Konstruktion eines Bauteils für die Herstellung mittels MIM ist die Werkzeugkonstruktion. MIM-Werkzeuge erfordern sehr spezifische Konstruktionsmerkmale; dazu gehören Trennfugen, Anschnitte, Spuren der Auswerferstifte und Kernschieber.
Trennfugen: Jedes MIM-Bauteil weist eine Trennfuge an der Stelle auf, an der die beiden Formhälften zur Bildung der Kavität zusammenkommen. Eine kreative Konstruktion kann jedoch dazu beitragen, die Trennfuge zu verbergen. Wenn die Trennfuge entlang der Kante eines Merkmals abgesenkt wird, fällt sie weniger auf.
Anspritzsystem: Das Anspritzsystem ist die Stelle, an der das MIM-Feedstock in die Kavität eingespritzt wird. Es gibt vier gängige Anspritzarten: Flachanschnitt, Tunnelanguss, Sprunganguss und Fallanguss. Jede Anspritzart hinterlässt einen kleinen Anschnittrest, weshalb die Platzierung kompliziert ist. Außerdem sollte der Anschnitt in einen Bereich des Bauteils mit dem größten Querschnitt führen, damit das Bauteil von dick nach dünn gefüllt wird. Bei zylindrischen Bauteilen hilft eine möglichst zentrumsnahe Anspritzung, Verformungen beim Sintern zu vermeiden.
Auswerferstifte: Auswerferstifte dienen dazu, das Bauteil aus der Werkzeugkavität zu entfernen. Allerdings hinterlassen Auswerferstifte sichtbare Spuren am Bauteil. Erwägen Sie, das Bauteil so zu konstruieren, dass diese Spuren an einer Stelle liegen, die im montierten Zustand nicht sichtbar ist.
Kernschieber: Kernschieber ermöglichen die Bildung von Hinterschneidungen im Bauteil, ohne dass nachträgliche Bearbeitungsschritte erforderlich sind. Berücksichtigen Sie bei der Konstruktion eines Bauteils mit Hinterschneidungen, in welche Richtung sich ein Kernschieber bewegen muss, um die Hinterschneidung zu formen. Die Konstruktion wird komplizierter, wenn mehrere Kernschieber erforderlich sind, da jeder einzelne viel Platz im Werkzeug benötigt.













Teilen:
Einzigartige Aspekte von MIM
Abrasiveschneiden vs. reines Wasserstrahlschneiden: Was ist besser?