Faktoren, die die Kosten des Metallspritzgießens beeinflussen

Wenn es um Kosten und mögliche Kosteneinsparungen geht, gibt es drei gängige Verfahren zur Herstellung von Formen für das Metallspritzgießen:

1. CNC-Bearbeitung

2. 3D-Druck

3. Funkenerodieren (EDM)

Verfahren zur Herstellung von Formen für das Metallspritzgießen

1. CNC-Bearbeitung

Bei der CNC-Bearbeitung (Computer Numerical Control) werden computergesteuerte Systeme eingesetzt, um große Mengen identischer Teile mit sehr speziellen Anforderungen, Maßen, Größen und Gewichten herzustellen.

Ein Nachteil der CNC-Bearbeitung besteht darin, dass für die Formen möglicherweise mehrere Werkzeugwechsel erforderlich sind, wodurch der Prozess verlangsamt und somit verteuert wird. Außerdem erfordert die CNC-Bearbeitung Fachkräfte und einen eigenen Arbeitsbereich – daher lagern viele Hersteller die Produktion an andere Dienstleister aus.

2. 3D-Druck

Die additive Fertigung (AM), manchmal auch als 3D-Druck bezeichnet, findet aufgrund ihrer Effizienz zunehmend in Fabriken und der Fertigungsindustrie Anwendung. AM ermöglicht eine große Vielfalt an Spezifikationen, Maßen, Wandstärken, Tiefen und anderen Feinheiten, sodass die mit diesem Verfahren erzielte Gestaltungsfreiheit äußerst umfangreich ist. Außerdem entstehen durch AM Formen mit höherer Detailgenauigkeit und besserer Oberflächenqualität, was für Metallkomponenten wünschenswert ist.

Formen können schnell im 3D-Druck gefertigt und vor der Massenproduktion getestet werden, wodurch sich sowohl Zeit als auch Kosten sparen lassen. Während des Druckvorgangs können Fachkräfte für anspruchsvollere Aufgaben eingesetzt werden. Schließlich werden 3D-gedruckte Formen durch das schichtweise Hinzufügen von Material hergestellt, anstatt wie bei subtraktiven Verfahren Material abzutragen. Das führt zu weniger Abfall und zusätzlichen Kosteneinsparungen.

 

3. Funkenerodieren (EDM)

Das Funkenerodieren (Electrical Discharge Machining, EDM) ist ein Verfahren, bei dem unerwünschtes Material mithilfe elektrischer Entladungen entfernt wird. In diesem Fall handelt es sich bei dem unerwünschten Material um überschüssiges Metall, das durch den Prozess so lange abgetragen wird, bis die gewünschte Form und Gestaltung entsteht.

Im Gegensatz zum 3D-Druck wird Material abgetragen, was zu mehr Materialverschwendung führt. Ähnlich wie die CNC-Bearbeitung ist das Erodieren ein industrielles Verfahren, das häufig an Lohnfertiger ausgelagert wird.